Der italienische Daunenjackenhersteller Moncler wird Alberto Lavia zukünftig die Geschäfte führen lassen. Lavia soll die Expansion des Mailänder Unternehmen, das indirekt von dem Finanzinvestor Carlyle Group kontrolliert wird, begleiten und das Unternehmen vielleicht sogar auf den Börsengang vorbereiten.

Moncler Milan FW

Moncler Männerkollektion bei der Mailänder Fashion Week 2009

Alberto Lavia, der bisherige CEO von Façonnable, wird das Mailänder Unternehmen ab dem 15. Juli als CEO führen.

Bei Moncler hofft man, dass Lavia der Richtige ist, um das Unternehmen für die Produkt-Expansion und einen eventuell anstehenden Börsengang fit zu machen. „Der Eintritt von Lavia bedeutet eine Stärkung der Führungsstruktur. Diese Position ist besonders jetzt, wo wir uns stark weiterentwickeln, besonders wichtig.“ so Remo Ruffini, der Vorsitzende der Moncler Group.
Moncler kündigte im Herbst vergangenen Jahres an, in Zusammenarbeit mit der japanischen Streetwear-Marke Visvim eine neue Herrenkollektion unter dem Namen Moncler V zu lancieren, die von dem Stil der 50er und 60er Jahre inspiriert sein soll.

Moncler betreibt mehrere Boutiquen in französischen und den Schweizer Wintersport-Ressorts sowie in Rom, Mailand, London, Paris, Shanghai und Seoul und Hongkong. 2008 wurde Moncler von einer Investorengruppe unter der Führung des Finanzinvestors Carlyle Group und Remo Ruffini übernommen und in den Textilkonzern Industries SpA, zu dem auch Henry Cotton’s und Marina Yachting gehören, eingegliedert. Der Konzern-Umsatz lag in 2009 bei 371 Mio. Euro. Anfang 2010 wurde ein Börsengang angedacht – diese Pläne werden früher oder später sicher wieder herausgeholt.