Lanvin ernennt Bouchra Jarrar zur Womenswear-Chefin
Bestätigt: Bereits seit einiger Zeit wurde die Französin mit den marokkanischen Wurzeln als Nachfolgerin für den ausgeschiedenen Creative Director Alber Elbaz gehandelt. Jetzt hat das Pariser Modehaus die Entscheidung bestätigt.
Bouchra Jarrar zeichnet sich ab sofort für die kreative Ausrichtung der Womenswear bei Lanvin aus
Heute ist der erste offizielle Tag von Bouchra Jarrar als neuer Artistic Director Womenswear bei Lanvin. Ihre erste Kollektion für das älteste Pariser Modehaus soll im Herbst in Paris gezeigt werden. Die letzte Herbst/Winterkollektion wurde nach der mehr oder weniger unfreundlichen Trennung des langjährigen Kreativchefs Alber Elbaz von einem Designteam entworfen.
Fans des Modehauses sind geteilter Ansicht, ob Jarrar eine gute Nachfolgerin für Elbaz sein wird. Einige schätzen ihre Haute-Couture-Arbeiten, andere glauben, dass sie zu kommerziell ist. Die 45-Jährige begann ihre Karriere 1994 bei Jean Paul Gaultier Jewelry und wechselte zwei Jahre später zu Balenciaga, wo sie eng mit Kreativchef Nicolas Ghesquière zusammenarbeitete. 2008 wechselte sie als Head of Design zu Lacroix und gründete 2010 ihr eigenes Label.
Lanvin CEO Michèle Huiban hält große Stücke auf die Designerin und traut ihr durchaus zu, Lanvin zu beleben. Neben RTW soll sie das für viele Modehäuser durchaus lukrative Geschäft mit Handtaschen und Lederwaren beleben, um den Umsatzrückgang zu stoppen. „Mit ihrem Talent, ihren hohen Ansprüchen und ihrer meisterhaften Beherrschung von Schnitten und Stoffen wird sie unserem Haus Frische und Modernität einhauchen, während sie die Seele des ältesten Pariser Modehauses, das ein Symbol für französische Eleganz ist, respektiert“, so Huiban in dem offiziellen Statement.
Lucas Ossendrijver, der unter Elbaz für die Men’s Collection zuständig war, soll sich in Gesprächen befinden, die Menswear eigenständig und parallel zu Jarrar zu leiten.
Lanvin wurde 1889 gegründet und gehört seit 2001 der taiwanesischen Unternehmensgruppe von Shaw-Lan Wang im Jahr 2001, die es von L’Oreal übernommen hatte. In den letzten Jahren waren die Umsätze stetig zurückgegangen, zuletzt bis unter die 200 Mio. Euro-Marke, und auch die Gewinne sanken dramatisch. Die rückläufige Geschäftsentwicklung führte letztlich zu unterschiedlichen Auffassungen und dem letztlichen Bruch zwischen Elbaz und der Eigentümerin.







Bin schon sehr gespannt auf die Herbst-Kollektion.
Bzw. auf die F/S, die im Herbst gezeigt wird 😉