Coesfeld hat einen großen Mann verloren: Der Gründer des günstigen Filialisten für fröhliche Familien ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Er hatte die Kette Ende der 60er Jahre mit der Vision vom Minipreis und hoher Qualität gegründet.

Ernsting's Family

Ernstings Vision für seine Filialen: Kunden sollen sich wie Mitglieder der "family" fühlen

Kurt Ernsting, der Gründer der Modekette Ernsting’s Family ist am Mittwoch im Alter von 82 Jahren und nach langer Krankheit im Kreis seiner Familie verstorben. Das teilte das Unternehmen im westfälischen Coesfeld heute mit.

Ernsting hatte das Unternehmen 1967 unter dem Namen „minipreis“ gegründet und legte damit den Grundstein für den kontinuierlichen Aufbau einer Modekette. Auf der Facebook-Page des Unternehmens heißt es: „Er wird uns in Erinnerung bleiben, als ein Mann, der das Rampenlicht und die Schlagzeilen gemieden hat. Ohne großes Aufsehen hat der Visionär, Unternehmer und Kulturfreund Besonderes geschaffen. Kurt Ernsting wird uns allen als Vorgesetzter, Mentor und Vorbild fehlen; wir werden sein Werk in seinem Sinne fortführen und ihn so in ständiger Erinnerung behalten.“ Die von ihm vorgegebene Firmenphilosophie stellt die Kundenzufriedenheit, das kompromisslose Streben nach Qualität und den fairen Umgang mit Lieferanten und Mitarbeitern in den Mittelpunkt der Handelsaktivitäten.

Heute ist Ernsting’s Familiy mit über 1.600 Filialen eine der führenden deutschen Textilketten. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11 betrug 737 Mio. Euro. Sukzessive setzt das Unternehmen die Erschließung neuer Vertriebswege, wie etwa dem Onlinehandel, und in neue Märkte, etwa in den Nachbarstaat Österreich, fort.