Der Strumpfhersteller verbucht im dritten Quartal ein Umsatzplus von über 11 Prozent. Produktneuerungen wie Chinchillan und der rascheTemperaturabfall ließen die Absatzzahlen steigen. Die Vororder für das nächste Frühjahr liegt sogar ein Viertel über dem Vorjahr.

Kunert HW-Kollektion 2010

Winterzeit = Strumpfzeit: Kunert profitiert von dem kühlen Wetter

Ende September schließt die Kunert Gruppe das dritte Quartal mit einem Bruttoumsatz von 16,3 Mio. Euro ab – unter Berücksichtigung der Änderung des Geschäftsmodells bedeutet das ein Plus von 11,3% gegenüber dem Vorjahresergebnis, unbereinigt lag das Plus bei immerhin 4%. Kumuliert liegen die bereinigten Umsätze für die ersten drei Quartale 6,5% über dem Vorjahreszeitraum.

Die Marken Kunert und Hudson übertrafen im dritten Quartal die Umsatzentwicklungen um 11% bzw. 4%. Bei Kunert wirkte sich insbesondere die neue laufmaschenresistente Chinchillian-Reihe positiv auf die Zahlen aus, aber auch die Marke Hudson konnte mit ihrer Neupositionierung einige Marktanteile gewinnen. Das Private Label Geschäft legt im dritten Quartal um 33% auf 0,7 Mio. Euro zu. Auch im Factory-Outlet-Geschäft zogen die Umsätze aufgrund des kühlen Wetters im August und September deutlich an, so dass der gesamte Retail-Bereich im dritten Quartal 15% über dem Vergleichsquartal abschließen konnten.

Die guten Umsatzzahlen schlagen nicht 1:1 auf das Ergebnis durch. Die Ertragslage entwickelte sich zum Ende des dritten Quartals „im Rahmen der prognostizierten Erwartungen“. Was das in Zahlen ausgedrückt heißt, geht aus dem Zwischenbericht nicht hervor. Der Vorstand war bei Veröffentlichung der Halbjahreszahlen von einem verbesserten, aber noch keinem schwarzen Ergebnis ausgegangen. Auch die Liquiditätssituation liegt „im Rahmen der Erwartungen“ – das heißt, schuldenfrei ist die Kunert Gruppe noch immer nicht, aber die Tendenz weist Richtung Schuldenabbau.

Dennoch kann der Strumpfhersteller aus Immenstadt deutlich entspannter in die Zukunft schauen als letztes Jahr, denn die Vororder läuft ausgezeichnet. Verstärkte Marketingaufwendungen für die Chinchillan-Reihe oder die Desperate Housewives-Kollektion schlagen sich in deutlich gestiegenen Vororderzahlen nieder: Die Vororder für die Saison Frühjahr/Sommer 2011 liegt über fast 25% über dem Vorjahr.

Foto: Kunert