Comeback der deutschen Mode-Ikone? Nach sieben Jahren will die Hamburger Designerin zurückkehren zu dem Unternehmen, das ihren Namen trägt. Keine kann Jil Sander so gut wie sie selbst.

Jil Sander_Portrait

Keine kann Jil Sander so wie Jil Sander selbst

Nicht nur Wolfgang Joop besinnt sich zurück auf seine Wurzeln, auch seine weibliche Hamburger Weggefährtin Jil Sander soll ein Comeback planen. Es wurde bereits seit einigen Wochen spekuliert, dass sie wieder als Modedesignerin arbeiten wolle. Das Lifestyle- und Promi-Magazin Gala berichtet nun, dass die „Queen of Less“ tatsächlich zurückkehren wird, und zwar zu dem von ihr 1968 gegründeten Unternehmen Jil Sander.

1999 hatte sie 75% ihrer Anteile am Unternehmen an die Prada Gruppe veräußert. Aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen gab sie zunächst ihren Vorstandsposten auf und 2004 – nach einem zweiten Anlauf – auch die kreative Verantwortung ab. Dann wurde es ruhig um die deutsche Stilikone. Sie entwarf lediglich für vier Saisons (H/W 2009 bis F/S 2011) eine Capsule Collection mit dem Namen J+ für den japanischen Filialisten Uniqlo. 2006 übernahm der britische Private Equity Fund Change Capital Partners das Unternehmen und veräußerte es im Herbst 2008 an die japanische Onwards Holding weiter.

Seit 2005 hat Raf Simons die kreative Leitung bei Jil Sander. Der belgische Designer wird in Branchenkreisen für seine Arbeit und seine Entwürfe hochgelobt, allerdings wirkte sich sein Talent trotz der Einführung der Zweitlinie Jil Sander Navy im Jahr 2010 bislang nicht auf die Umsätze aus. Die Rückkehr von Jil Sander könnte sich positiv auf die Ertragslage auswirken: Bei ihrer Rückkehr 2003 stiegen die Erlöse jedenfalls.

Foto: Jil Sander Italia SpA