À la Abercrombie & Fitch: Der UK-Chef der französischen Modemarke Patrick Couderc hat in einem Interview gesagt, wer die hautengen Kleider seines Labels lieber nicht tragen sollte. Das hat ihn nun den Job gekostet.

Hervé Leger ist laut Patrick Couderc nur was für Schlanke

Ob man in den Kleidern von Hervé Leger überhaupt atmen kann, kann nur vermutet werden, doch Stars wie Rihanna oder Taylor Swift schwören auf die hautengen Hängerchen. In einem Interview mit der Mail on Sunday hat sich nun der UK-Chef der französischen Marke zur Zielgruppe geäußert. Laut Patrick Couderc sollten weder alte, noch fülligere oder lesbische Frauen die figurbetonten Kleider tragen. Damit hat er nun einen Shitstorm im Netz ausgelöst und dem Image der Marke stark geschadet. Nun darf sich Couderc nach einem neuen Arbeitgeber umsehen, da er umgehend gefeuert wurde.

Es sagte, dass viele Frauen sich vermutlich zu dick in den Bandage-Kleidern fühlen würden. „Voluminöse Frauen, die breite Hüften und wenig Oberweite haben, sollten die Kleider nicht tragen.“ Auch lesbische Frauen griff er im gleichen Interview an. „Wenn du eine bekennende Lesbe bist und dein ganzes Leben lang Hosen trägst, wirst du niemals ein Kleid von Leger kaufen. Sie wollen immer nur männlich und lässig aussehen.“ Damit nicht genug. Ältere Frauen hatte der selbst bereits ergraute Ex-Chef auf seiner NoGo-Liste. Ihr Dekolleté hinge etwa 5 cm zu tief und damit nicht mehr vorzeigbar. Schließlich seien sie keine 23 mehr.

Das Unternehmen selbst und der Mutterkonzern BCBGMAXAZRIA Group distanzierten sich von den Aussagen seines Ex-UK-Chefs. Auf der Facebook-Seite äußerte sich Hervé Leger zu dem Interview.

Hervé Leger entschuldigt sich auf Facebook

Fotos: Hervé Leger