Herr von Eden stellt Insolvenzantrag
Vertreibung aus dem Umsatz-Paradies? Der Hamburger Herrenaustatter, der Stars wie Jan Delay oder Thomas Gottschalk einkleidete, muss Insolvenz anmelden. Der Geschäftsbetrieb soll zunächst wie bisher weiterlaufen.
Herr von Eden will sich mit dem Insolvenzverfahren wieder aufrappeln
Herr von Eden, das 1998 in Hamburg gegründete Modelabel, das mit Vintage-Anzügen bekannt wurde, steckt in der Krise. Starke zweistellige Umsatzrückgänge und eine zu expansive Wachstumsstrategie haben das Unternehmen in die Krise geführt. Auch die 2004 eingeführte Damenlinie war unternehmerisch gesehen eine Fehlinvestition. Gründer und Geschäftsführer Bent Angelo Jensen hat nun einen Insolvenzantrag gestellt. Ziel des Verfahrens ist es, das Unternehmen auf jeden Fall fortzuführen. Mit dem Insolvenzverwalter soll bereits ein Plan aufgestellt worden sein, wie die Schulden reduziert werden können. Seine prominenten Kunden wie Jan Delay, Udo Lindenberg oder Wolfgang Joop sollen Anzüge versteigern und damit frisches Geld in die Kassen spülen.
Der Geschäftsbetrieb soll während des Insolvenzverfahrens unverändert weiterlaufen. Die Geschäfte in Hamburg, Köln und Berlin bleiben geöffnet, Kollektionen werden wie geplant ausgeliefert. Der zuständige Insolvenzverwalter sieht gute Chance dafür, dass Hamburger Label zu sanieren.
Foto: Herr von Eden



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