GDS: Weniger Frequenz, aber viel Aufmerksamkeit
Die Düsseldorfer Schuhmesse, die vergangene Woche zum letzten Mal im alten Turnus stattfand, lockte mit 21.000 Besuchern zwar weniger Publikum als letzten Herbst in die Messehallen. Dennoch wurde die Messe gut besprochen, was an dem neuen Konzept und allerlei Neben-Events gelegen hat.
Gut besucht trotz weniger Frequenz: Die GDS ist auch im September wichtiger Branchentermin
Auf dem Catwalk wurden die Trends für den nächsten Sommer präsentiert
Die Besucherzahlen der GDS – international event for shoes & accessoires und der parallel stattfindenden Schwestermesse Global Shoes sind weiter rückläufig. In dieser Sommerausgabe, die vom 10. bis 13. September stattfand, kamen 21.00 Besucher und damit rund 1.500 weniger als noch zur Sommerausgabe 2012. Immerhin wurde die Messe ihrem Zusatz „international“ gerecht, denn die Hälfte der Besucher reiste aus dem Ausland an. Und entscheidender als die Quantität, ist doch die Qualität – und die war außerordentlich gut, schließlich waren 80% der Gäste Führungskräfte mit Entscheidungskompetenz. Für viele Aussteller entsprach die letzte Ausgabe der GDS daher den Erwartungen. Nach dem witterungstechnischen Auf und Ab und der entsprechenden Verunsicherung im Handel inszenieren sich die Marken bestmöglich und erhielten kommunikativen Balsam für die Hersteller-Seele.
Inszenierung als Stichwort
Das neue am Donnerstagnachmittag vorgestellte Konzept der GDS traf daher wohl auch den Nerv vieler Hersteller. Laut Messe-Chefin Kristin Deutelmoser hat die „spontane Resonanz der Aussteller“, das Messemanagement in ihren Planungen „bestärkt“. Das neue Konzept sieht vor, dass die GDS mit vorgerücktem Termin zur Leitmesse der Schuh- und Accessoiresbranche wird. Marken sollen die GDS stärker als Marketing- und PR-Bühne denn als Orderplattform nutzen. Mit dieser Neuausrichtung will man auch dem Handel eine frühe Orientierung zum Saisonstart ermöglichen – und vielleicht auch die eigenen Besucherzahlen stabilisieren. Die Neuausrichtung wurde daher vielfach diskutiert – und in den meisten Fällen für gut befunden. Für reichlich Gesprächsstoff und -gelegenheit sorgten zahlreiche Branchenevents, etwa die inoffizielle Kick-Off-Party von Lloyd, die unter dem Motto „Follow the red stripe“ ihr 125-jähriges Bestehen feierten, die GDS-Party am Donnerstagabend, die unter dem Motto „Bahama Mama“ stand oder Verleihung des schuhkurier-awards.
„Glanz“voller Auftritt nächsten Sommer
Trotz des letztmaligen September-Termins standen die Trends der nächsten Frühjahr-/Sommersaison im Fokus. Laut einer Umfrage auf der GDS stehen Light Boots, Pointed Flats, Sport Hybrids und Summer Loafers hoch im Kurs. Wie zu erwarten, setzen die deutschen Händler eher auf Light Boots, während die Südeuropäer den Summer Loafer große Chancen einräumen. Schwar znd Braun-/Beigetöne sind national wie international erneut Farb-Klassiker. Danach folgen bei den Nennungen Silber/Gold, Neutrals, Schwarz/Weiß, Indigo/Denim und Weiß. Entsprechend der hohen Bedeutung von Silber und Gold nannten die Befragten nach Glattleder (46%) gleich Metallic- und Effektmaterialien (44%). Deutsche Händler messen nur Velour/Nubuk eine größere Bedeutung zu (49%), Ausländer sehen das Material dagegen deutlich hinter Glattleder und Metallic- und Effektmaterialien.
- Summer Loafers
- Sport Hybrids
- Pointed Flats
- Light Boots
Insgesamt präsentierte die GDS 815 Aussteller aus 41 Ländern. Weitere 341 kamen im Rahmen der einen Tag früher gestarteten Sourcingmesse Global Shoes hinzu. Die nächste Ausgabe der GDS findet vom 12. bis 14. März 2014 statt. Die Global Shoes findet wie gehabt bereits einen Tag eher statt, vom 11. bis 14. März 2014.
Fotos: GDS/ Messe Düsseldorf







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