Erst Taschen, jetzt Mode: Das Züricher Label, das bekannt ist für seine Umhängetaschen aus Lastwagenplanen, versucht sein Glück jetzt auch im Bereich Mode. Mit den biologisch abbaubaren Stoffen wird in ganz Europa die Bekleidungslinie der Unternehmer gefertigt.

Freitag

Bekannt geworden mit diesen Taschen: Freitag

Das für seine aus Lkw-Planen gefertigten Messenger-Bags bekannte Taschenlabel Freitag bringt Ende Oktober seine erste nachhaltige Mode-Kollektion heraus. Aus dem Material F-abric, das zusammen mit einer Textil-Ingenieurin, einer Designerin und Musterschneiderin ganze fünf Jahre entwickelt wurde, wurden die Kollektionsteile gefertigt. Auch bei dieser Idee stand der Recycling-Gedanke ganz klar im Vordergrund. Der Stoff ist eine Mischung aus Hanf und Flachs. Der Vorteil der beiden Naturfasern: Wasserverbrauch und auch Transportwege sind deutlich geringer als bei anderen Rohstoffen, wie Baumwolle. Denn der Flachs wächst nicht weit entfernt in Frankreich, Holland und Belgien. Auch der Hanf kommt ganz aus der Nähe. Doch nicht nur der Oberstoff ist biologisch abbaubar. Auch alle übrigen Zutaten sind es: Das Nähgarn besteht aus Lyocell und die Knöpfe sind abschraubbar, wofür extra ein Patent angemeldet wurde.

Der Ursprung der Idee

Auf die Idee kamen die beiden Brüder und Köpfe hinter dem Label, Markus und Daniel Freitag, als sie sich Gedanken um die Kleidung ihrer Angestellten machten. Sie wollten Arbeitskleidung für ihre Mitarbeiter in der Produktion und im Vertrieb, die nachhaltig ist, konnten aber keine finden. Also entschlossen sie sich das selbst in die Hand zu nehmen.

Am 31. Oktober kommen also nun die entwickelten Workwear-Styles der Linie auf den Markt. In zehn ausgewählten Stores werden Chinos, T-Shirts, Longshirts und das in zwei Farben erhältlich Latz-Kleid vertrieben. Produziert wird die Kollektion in ganz Europa. Der Stoff wird in Italien gewebt, in Polen und Portugal werden die Stoffe gewaschen.

Foto: Freitag