fabeau Quickies: KiK, Vestiaire Collective, Zalando, Heritage Labels, C&A
Über die Sparmentalität der Deutschen, den Aufstieg von Second hand, Zalandos neues Baby, Hipster-Kult bei Heritage Brands und den Fall von C&A.

KiK
„Geiz ist geil“, offiziell wird dieser Spruch zwar nur noch selten zitiert, aber die Mehrheit der Deutschen lebt danach. Egal, ob Enzym-aufgeblasenes Brot, Gammelfleisch oder Kleidung aus Bangladeschs Nähhöllen: „Die Kunden interessiert in erster Linie der Preis, und die meisten haben dabei kein schlechtes Gewissen“, sagte Kik-Chef Heinz Speet dem Handelsblatt (Montagsaufgabe).
Vestiaire Collective
Schön, wenn ein geliebtes Kleidungsstück eine zweite Chance bei einem neuen Besitzer findet. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern bringt auch Geld. Eine Studie belegt: Der Höhepunkt von Fast Fashion ist vorüber, dafür wird Second-Hand salonfähig. Damit Designerteile nicht verramscht werden und Käufer sicher sind, ein Original zu ergattern, gibt es mittlerweile eine ganze Riege von Anbieter wie Vestiaire Collective. Das Online-Modell hat hierzulande ein Riesenpotential: Franzosen und Italiener verkaufen, die Deutschen kaufen. „Wir lieben den deutschen Markt, weil er ein Käufer-Markt ist“, sagt CEO Sebastién Fabre in der Welt Kompakt (Freitagsausgabe).
Zalando
Der Berliner Onlinehändler ist in Feierlaune, denn neben dem Start von Gap hat der Curated Shopping Service endlich einen Namen: Zalon heißt der unter Pilotnamen Project Z gestartete Dienst, der Kunden ein Überraschungspaket nach den jeweiligen Vorlieben zusammenstellt. Der Service hat zwar noch nicht viele Kunden, aber durchaus Potential. Zalando bewies Styling-Kompetenz auf der „Tauf-Party“ (aka Launch Party) durch Einladung der US-Stylistin Rebecca Weinberg (u.a. bekannt von Sex and the City)… Ein Päckchen wird die wohl nicht packen, auch wenn Zalando nach „Munschenglubach” (Mönchengladbach) liefert.
Wenn Heritage Labels plötzlich hip sind
Sie sind zu Recht stolz auf ihr Erbe, ihre Geschichte und ihren Anspruch. Ihre stilistisch sichere, gut informierte und noch besser betuchte Käufer-Klientel blieb bislang unter sich – und dann das! Plötzlich werden Red Wing Schuhe, Hunter Stiefel oder Barbour Jacken zu Mode-Lieblingen der barttragenden Großstadt-Hipster. Gut für die Unternehmen, doch kommen alle mit der gestiegenen Nachfrage zurecht? Ein Analyse bei Business of Fashion.
C&A
Die Veröffentlichung ist zwar schon ein bisschen her, aber durchaus lesenswert ist der lediglich halbseitige Artikel im Manager Magazin (Mai Ausgabe) schon: „Es gebe deutliche organisatorische Ineffizienzen, die C&A daran hindern, agil, wettbewerbsfähig und profitabel zu sein“, wird da C&A Europa-(Allein)Chef Philippe Brenninkmeijer zitiert. Das Deutschland-Geschäft der Kette sei ein Sanierungsfall.







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