Alles geht, nichts muss! Bei den Couture Schauen in Paris ließen die Designer ihrer Phantasie freien Lauf. Es geht ja eben gerade nicht um Pret-a-porter sondern um höchste Schneiderkunst, die sich diesen Januar erneut frischer und jugendlicher präsentierte.

„Die Taille ist das neue Dekolleté“, weiß Lagerfeld und ließ einige seiner madamigen Chanel-Kostüme so kurz geraten, dass sie den Bauchnabel zeigten. Farbenfrohe Looks und sanfte Pastelltöne mit Puscheln, Blüten und Drapierungen stimmten auf den bevorstehenden Frühling ein. Netz-Beanies und lässig geknotete Gürtel machten die Looks leger. Raf Simons zeigte für Dior Couture eine Mischung aus Barbarella in Petticoats und futuristischen Weltraum-Ladies. Es „retro“ zu nennen, wäre zu vermessen, denn das war es aufgrund der sorgfältig erfolgten Materialwahl ganz und gar nicht. Donatella Versace versuchte eine neue, deutlich zurückhaltende Haute-Couture-Kollektion mit klar definierten Hosenanzügen ohne Bling-Bling. Bei Elsa Schiaparelli sang ein Chor zum Defilee der extravaganten und detailverliebten Roben und Kostüme.

CHANEL

CHRISTIAN DIOR

ATELIER VERSACE

GIAMBATTISTA VALLI

SCHIAPARELLI

STÉPHANE ROLLAND

ALEXIS MABILLE