Das Modeunternehmen aus Pfäffikon will mit etwas weniger Violett, einem besseren Überblick im Laden, einer klaren Kundenführung und verständlichen, aufgefrischten Sortimenten verlorene weibliche Kunden wieder in die Stores locken.

So sahen die Charles Vögele-Stores bisher aus. In Zukunft soll es weniger Lila, einen besseren Ladenüberblick, klare Kundenführung und verständliche Sortimente geben

Charles Vögele-Vorstandschef Frank Beeck hat große Pläne für das Schweizer Modeunternehmen. Er will zurück zu den Wurzeln, erneut das Interesse der vernachlässigten Stammkundschaft gewinnen. So sei das Ziel, eine Hauptkollektion und drei Themen mit modischen Spitzen pro Saison zu entwickeln. Die Themen sollen eine schnelle Reaktion auf Trends ermöglichen.

Neues Konzept ermöglicht Flexibilität

Künftig zieren große Produktfotos die Wände in den Stores. In der DOB laufen die großen Größen erfolgreich, die HAKA-Kollektion soll entsprechend ausgebaut werden. Darüber hinaus will Beeck die einst gute Beratung der Verkäufer wieder in den Fokus von Charles Vögele stellen.

Erste Läden wurden bereits nach dem neuen Konzept umgebaut. Im Charles Vögele-Store in Weinfelden und im Seedammcenter in Pfäffikon gibt es beispielsweise wieder eine übersichtliche Kundenführung. Die CI-Farbe Lila wurde zurückgenommen. Module machen den Ladenbau flexibler. So kann die Bandbreite der rund 800 Filialen mit Flächen von 200 Quadratmeter bis 3000 Quadratmeter berücksichtigt werden. Ein Großteil der Filialen ist in Fachmarktzentren im ländlichen Raum angesiedelt.

Straffe Verfolgung der Unternehmensziele

Bis der neue Stil sichtbar sein wird, kann es bis zu ein Jahr dauern. Zuerst müssen Kollektionsüberhänge abverkauft werden. In Zukunft stehe laut Beeck das Produkt im Vordergrund, das Marketing wird hinten angestellt. So hält Charles Vögele an den Unternehmenszielen: 2012 die Konsolidierung, 2013 eine schwarze Null und 2014 schließlich wieder Gewinne zu schreiben.

Foto: Charles Vögele