Obwohl die Geschäfte gut laufen und die Modemärkte deutlich mehr umsetzen, muss das Haibacher Unternehmen einen Verlust von knapp 3 Mio. Euro hinnehmen. Der kürzlich erfolgte Börsengang drückte das Ergebnis in die roten Zahlen.

Adler Modemarkt_Sortiment

Adler setzt in seine Modemärkten gut zehn Prozent mehr als im letzten Halbjahr um

Der Adler-Konzern konnte sich im ersten Halbjahr 2011 über einen deutlichen Umsatzanstieg freuen. Die Erlöse stiegen um 9,9% auf 216,5 Mio. Euro und sind damit deutlich schneller gestiegen als der Branchendurchschnitt. Der Großteil des Umsatzes wurde mit 111 Modemärkten, darunter vier Neueröffnungen, in Deutschland erwirtschaftet – die Umsätze stiegen hierzulande von 158,6 Mio. auf 172,4 Mio. Euro. In Österreich wurde mit 27 Märkten ein Umsatz von 36,6 Mio. Euro erlöst, was einem Anstieg von 15,3% entspricht. Auch die beiden Märkte in Luxemburg konnten zweistellig zulegen und erzielten einen Umsatz von 7,4 Mio. Euro.

Weniger rosig allerdings wirken die Ergebniszahlen. Anschubfinanzierungen im Zusammenhang mit Neueröffnungen und den Kosten für den Börsengang im Juni drückten auf das Ergebnis. Rund 700.000 Euro mussten einmalig für den Gang auf das Börsenparkett ausgelegt werden. So summierte sich der Nettoverlust aus fortgeführten Aktivitäten im ersten Halbjahr auf 2,9 Mio. Euro, was allerdings über dem Vorjahresergebnis lag. Dagegen konnte die Rohertragsmarge durch optimierten Wareneinsatz um 0,7 Punkte auf 51,1% verbessert werden.

Unter der Prämisse, dass sich die aktuellen Turbulenzen an den Börsen nicht auf das Konsumverhalten auswirken, hält der Adler-Vorstand um CEO Lothar Schäfer an der zum Börsengang veröffentlichten Prognose fest. Danach sollen sowohl die Umsätze als auch das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden.

Foto: Adler