Birkin Bag bleibt Birkin Bag
Carry me tender! Die Kult-Ikone leiht der Kult-Handtasche aus dem Hause Hermès weiter ihren Namen - allerdings nur, weil das Pariser Luxushaus verspricht, hohe Anforderungen an Zuchtstandards in allen Krokodilfarmen einzufordern.
Jane Birkin bleibt nach einigen Unstimmigkeiten und vielen Emotionen weiter Namenspatronin der legendären Birkin Bag. Hermès bekennt sich im Gegenzug (und generell) für vorbildliche Verfahren in der Krokodilzucht. Neben der Einhaltung international gültiger Standards verpflichtet sich Hermès zusätzlich zu umfassenderen Regularien und arbeitet dafür mit lokalen Behörden und Vereinigungen zusammen. In den USA, auch in den texanischen Krokodilfarmen, gilt jetzt das Referenzdokument „Best Management Practices for Louisiana Alligator Farming”. Rückblickend auf die Vorfälle, die die Tierschutzorganisation PETA in einer texanischen Farm dokumentiert hatte, erklärte Hermès, dass es sich um einen „vereinzelten Verstoß“ gehandelt habe und die Farm ansonsten konform gearbeitet habe. Auch Zusammenhänge mit den Bildern aus der Krokodilfarm in Zimbabwe weist Hermès von sich, da die Aufnahmen gemacht wurden, bevor das Unternehmen Lieferant von Hermès wurde. Seit Hermès Vertragspartner ist, wurden die hohen Zucht- und Schlachtstandards eingehalten. Hermès selbst hat bereits vor über zehn Jahren ein striktes Audit-Programm für seine Krokodilleder-Lieferanten eingeführt, das hohe Standards sicherstellen soll. Gleichzeitig engagiert sich das Pariser Luxusunternehmen dafür, Alligatoren wieder in ihrem natürlichen Lebensraum anzusiedeln und zu schützen.
PETA bleibt trotz Beteuerungen von Hermès bei den Boykott-Aufrufen
Jane Birkin zeigte sich mit all diesen Maßnahmen zufrieden und will der Tasche deshalb weiter ihren Namen geben. PETA, sichtlich enttäuscht von „Rück“rückzug der Jetset-Lady, dagegen, bleibt bei seinem Boykott-Aufruf. Die Tierschutzvereinigung glaubt nicht daran, dass es sich um „vereinzelte Unregelmäßigkeiten“ handelt. Ein PETA-Ermittler sei einen Monat lang undercover bei der Texanischen Farm beschäftigt gewesen: Einen Auditor von Hermès hat er dort nie gesehen, wohl aber verstörende Zustände bei der Aufzucht und Schlachtung der Alligatoren. Es steht Aussage gegen Aussage. Der Kunde muss entscheiden (falls er überhaupt über das notwendige Geld verfügt, sich diese Gedanken zu machen). Für eine Birkin Bag muss man schon mal locker einen hohen fünfstelligen Betrag locker machen.
Foto: PETA USA







Warum läßt man nicht einfach die Finger von Krokodilleder? Genauso wie von Echt-Pelz?
Ich bin ein totaler Mode-Liebhaber, aber im Sinne von gutem Produkt-Design und Liebe zum Detail sowie zur Kreativität und Kunst.
Produkte, die offensichtlich auf Kosten von Leid und Schmerz hergestellt werden ziehen das Image der gesamten Branche in den Dreck. Schade.
Bloß nicht so etwas kaufen, wenn man das Geld hat.