Anna Wintour macht keine diplomatische Karriere
Die teilweise gefürchtete Chefin der US-Vogue wird nun doch nicht wie mal angedacht Botschafterin für Barack Obama. Stattdessen steigt sie im Condé Nast Verlag weiter auf und trägt dort die gesamte Künstlerische Leitung.
Anna Wintour bleibt im Verlagswesen, betritt aber nicht die politische Bühne
Anna Wintour, die Vogue-Chefin und wohl einflussreichste Frau der Modebranche, kommt nun doch nicht zu politischen Ehren. Es gab Gerüchte, dass US-Präsident die gebürtige Londonerin und mittlerweile US-Staatsbürgerin, auf eine „wichtigen Botschafterposten“ nach (na wo wohl?) Paris oder London entsenden wollte. Sie hatte sich im Wahlkampf stark für die Wiederwahl Obamas eingesetzt und Millionenspenden für ihn eingetrieben. Sie hatte die Gerüchte um einen Botschaftsposten nie kommentiert und äußerte sich nun auch nicht enttäuscht über ihre Nicht-Ernennung – die Diskussion darum hätte ohnehin nur in der Presse stattgefunden.
Erfreut zeigte sich die 63-Jährige dagegen über ihren Aufstieg innerhalb des Mutterkonzerns Condé Nast. Hier wurde sie in der letzten Woche zum Artistic Director ernannt und ist damit für die Ausrichtung von über 18 Titeln und mehr als zwei Dutzend Webseiten zuständig. In dieser neu geschaffenen Postion wird sie einige Aufgaben von Samuel Irving Newhouse übernehmen, der das Editorial Management des Verlages kontrolliert hatte und sich aus den Geschäften zurückzieht. Wintour verglich ihren neuen Job mit einem „1-Personen-Beratungsunternehmen“. Parallel bleibt sie Chefredakteurin der Vogue, die seit knapp 15 Jahren führt.
Foto: von Anna_Wintour_&_Alexa_Chung.jpg: LGEPR, Cropped by Daniel Case, 2010-06-10 derivative work: Daniel Case (Diskussion) (Anna_Wintour_&_Alexa_Chung.jpg) [CC-BY-2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons







Kommentare
Keine Kommentare bisher.