Bei herrlichem Sonnenschein und heftigen Regenschauern ging es weiter in den Berliner Modewoche. Die Frequenz war auf vielen Messen besser als am ersten Tag. Die Stimmung entspannt - vielleicht lag das am Einzug ins WM-Finale.

Nach einem gelungenen Auftakt startete man gut in Tag zwei des Berliner Messesommers. Etwas müde, aber glücklich über den Einzug ins WM-Finale hieß es wieder „business as usual“. Während die Bread & Butter am Dienstag eher etwas ruhig startete, verlief der Mittwoch für viele Aussteller großartig. „Die Frequenz ist heute sehr sehr gut und auch was die Qualität der Besucher angeht, sind wir zufrieden“, so Tristan Bolwin, General Manager Cinque Men. Patrick Stupp von Rich & Royal fasste sich da kürzer „Es läuft MEGA!“. Der neue Stand und die neuen Kollektionen kamen gut an. Er schätzt, dass 30% mehr Besucher als in der Vorsaison kamen. Auch bei Drykorn lief es an beiden Tagen gut, so gut sogar, dass am Dienstag nur noch selektiert eingelassen wurde, auch wenn die Frequenz übergreifend als etwas „entspannter“ eingeschätzt wurde. Auch wenn der Umzug nach Barcelona natürlich großes Thema war, konzentrierten sich alle auf das Geschäft: „Das ist das, was jetzt zählt.“

Auf der Premium waren die Aussteller ebenfalls zufrieden. Der Umzug der Herren ins Erdgeschoss tat der Frequenz gut, weil man(n) nicht mehr so isoliert war. Einige Aussteller hätten sich aber eine klarere Positionierung innerhalb des Segments (klassisch oder progressiv) gewünscht. In den anderen Hallen war die Stimmung gut – Mittwoch gilt vielen Ausstellern grundsätzlich als der bessere Tag. Closed, langjähriger Aussteller der Bread & Butter, zeigte sich mit seiner neuen Präsenz in Halle 3 rundum glücklich: „Das Umfeld passt perfekt zu uns. Hier wurden wir auch wieder von kleineren Boutiquen gefunden. Mittwoch hatten wir auch guten Zulauf von internationalen Kunden.“ Lenka Danielova, Sales Manager von Hoss Intropia, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem zweiten Messetag: „Die Frequenz war gut, insgesamt vielleicht aber etwas schwächer als im letzten Sommer“.

Die Panorama knüpfte am zweiten Tag an den guten Einstand vom Dienstag an. Aufgrund der Weite der Hallen (immerhin 40% mehr Fläche) fiel der Besucherandrang aber nicht so auf, dennoch „auch der zweite Tag konnte mit einem Besucherplus überzeugen“, bestätigte Jörg Wichmann, CEO der Panorama. Viele Aussteller fühlen sich auf der Messe „absolut gut aufgehoben“, gerade auch nach dem Umzug in die Hallen unter dem Funkturm.

Die Show&Order war bis in die späten Abendstunden beschäftigt – schließlich war Late Night Order und es gab Live-Musik. Die neue Wegeführung stieß bei Besuchern auf geteiltes Echo, aber vielleicht muss man einige Händler zu ihrem Glück zwingen, schließlich ist das zweite Geschoss mit dem Accessoiresbereich einen Abstecher wert. Insgesamt ist die Messe ruhiger als die anderen großen drei, was aber auch den Charme der Plattform ausmacht. Für viele Aussteller war der Mittwoch der bessere Tag. „Wir sind zufrieden und konnten einige neue Kontakte machen, insbesondere für den deutschen Markt“, so Kim Hyldahl, Eigentümer vom dänischen Label Mos Mosh. Gut angenommen wurde der Prontofashion-Bereich im Obergeschoss: „Jeder sollte zu uns kommen. Wir haben für jeden etwas – von preiswerten Shirts bis hin zu Pelz, und das alles pronto. Für uns läuft es sensationell. Die Zusammenarbeit mit der Show&Order wollen wir auf jeden Fall fortsetzen“, so Dario Zinni von prontofashion.eu, die mit 13 von 20 Kollektionen präsent waren.

Fotos: DW/JW