Alessandro Benetton wird Benetton-Chef
Nach 47 Jahren gibt Luciano Benetton den Chefposten in dem italienischen Modeunternehmen an seinen Sohn Alessandro ab. Dieser will den Konzern neu organisieren und plant, in Schwellenländer zu expandieren.
Alessandro Benetton tritt die Nachfolge seines Vaters Luciano an
Alessandro Benetton hat die Leitung des italienischen Modeunternehmens von seinem Vater Luciano Benetton übernommen, nachdem er bereits 2005 als eines von fünf Kindern dazu ausgewählt wurde. Er möchte das Unternehmen neu strukturieren, Umsatz und Gewinn vor allem in den Schwellenländern steigern.
„Ich muss unsere Präsenz in Europa festigen, weil die Marke italienisch ist, aber zugleich muss ich nach Korea gehen, nach Russland, Iniden und in die Türkei,“ erklärt Alessandro Benetton der französischen Zeitung „Figaro“.
Mitte März meldete Benetton für das vergangene Jahr einen Gewinnrückgang um mehr als 28 Prozent auf 73 Millionen Euro. Derweil stieg der Umsatz nur um ein Prozent auf 2,03 Milliarden Euro. Laut Alessandro Benetton gäbe es kein Wachstum mehr auf den Märkten, wo Benetton am präsentesten ist.
Um also mehr Pullover, T-Shirts und Hosen in Schwellenländern zu verkaufen, werde Benetton nun die Organisation des Unternehmens ändern und neue Leute einstellen. Alessandro Benetton plane zudem, sich wieder auf die Anfänge des Unternehmens zu konzentrieren: Pullover und bunte Farben.
Luciano Benetton gründete das Unternehmen im Jahr 1955 in Treviso (Norditalien) gemeinsam mit seinen Geschwistern Gilberto, Carlo und Giuliana. Der Durchbruch gelang bei einem Ausflug zu den Olympischen Spielen in Rom 1960. Hier fanden die Geschwister Großkunden für ihre Pullover.
Foto: Benetton







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