Weniger ist mehr: Das denkt sich auch das Modeunternehmen mit Sitz in Ohio. A&F will bei seiner Zielgruppe wieder punkten und wird deshalb für seine Kollektionen, die in Nordamerika verkauft werden, das Logo auf den Kleidungsstücken verschwinden lassen.

A&F streicht sein Logo von den Sweatern, aber nicht für Europa

Das US-amerikanische Mode-Unternehmen Abercrombie & Fitch, das in den letzten Monaten und Jahren mehr durch Skandale und schlechte Zahlen von sich reden machte, nimmt einen radikale Veränderung seiner Markenstrategie vor. Das auffällige Logo, einst Statussymbol für hippe Teenager und Twens, soll im Zuge der kommenden Frühjahrssaison praktisch verschwinden. Durch den Rückzug von Elch und der Buchstaben-Kombi A&F soll die Marke wieder mehr Pep bekommen. „Wir werden das Logo-Geschäft in Nordamerika quasi auf null reduzieren“, so Konzernchef Mike Jeffries im Nachgang zur Verkündung der Zahlen für das zweite Quartal, die eher durchwachsen ausfielen. Europa soll weiterhin die Klamotten mit auffälligen Logos geliefert bekommen.

Mit der veränderten Design-Offensive reagiert das Unternehmen wohl auf den seit Jahren abnehmenden Trend von großen Logos auf Kleidungsstücken. Die Image-Probleme, die bei Abercrombie & Fitch hausgemacht sind, wurden von den großen Logos noch weiter befeuert, so dass ein Strategiewechsel wohl auch zu weniger negativen Assoziationen führen sollte.

Für Abercrombie ist es bereits die zweite Veränderung der Markenstrategie innerhalb kürzester Zeit: Vor einigen Monaten kündigte der Konzern an, bei der Schwester-Marke Hollister den Imagewandel zur Fast-Fashion-Kette vollziehen zu wollen. Damit geht die günstigere Abercrombie-Linie in direkte Konkurrenz zu H&M, Zara und Forever 21, die sich in Nordamerika auf aufgrund von mehr und mehr Mega-Flagshipstores steigender Beliebtheit erfreuen.

Foto: A&F