Keine großen Sprünge, sondern eher Tippelschritte: Im ersten Quartal fällt das Umsatzwachstum geringer als im Vorjahr aus. Der Gewinn sinkt um über 8 Prozent. Die bevorstehende EM und Olympia sollen die Delle wieder ausgleichen.

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Gucken, aber nicht kaufen: Puma leidet unter der Konsumrückhaltung in Europa

Die Puma SE hat den Umsatz im ersten Quartal um 6,1% (währungsbereinigt um 4,2%) auf 820,9 Mio. Euro steigern können. Damit fällt das Umsatzwachstum geringer aus als in den Vorjahresquartalen.

Schuld ist die angeschlagene Wirtschaftslage im Euro-Raum und den dadurch stagnierenden Konsumausgaben. Die Umsätze in der Region EMEA sanken währungsbereinigt um 1,4% auf 368 Mio. Euro. Zudem wirkte sich der späte Wintereinbruch negativ auf die Umsatzentwicklung aus, da die Frühjahrskollektionen dadurch erst später geordert wurden. Global betrachtet war Puma hingegen mit einer kräftigen Nachfrage konfrontiert: In Asien stiegen die Umsätze um 10,2% auf 192 Mio. Euro und in Amerika um 8,5% auf 261 Mio. Euro. Auch bei den Produktgruppen spiegelt sich die schwache Nachfrage in Europa wider: So sanken die Umsätze im Segment Schuhe währungsbereinigt um 2,1% auf 415 Mio. Euro. Das Segment Textilien wuchs aufgrund der der guten Nachfrage nach Lifestyle- und Performance-Kollektionen um 8% auf 268 Mio. Euro. Im Bereich Accessoires wurde wegen der guten Entwicklung von Cobra Puma Golf und einem neuen Joint Venture für Socken und Bodywear sogar ein Plus von 18% auf 139 Mio. Euro verzeichnet.

Aufgrund der bescheidenen Umsatzentwicklung in Europa, steigenden Beschaffungskosten und operativen Aufwendungen für die Umsetzung des „Back on the Attack“-Wachstumsplanes sank das operative Ergebnis von 111 Mio. auf 102 Mio. Euro. Der Periodengewinn verringerte sich entsprechend ebenfalls, um 4,9% auf 73,9 Mio. Euro.

Optimierung der Geschäftsprozesse eingeleitet

Puma hat bereits auf die herausfordernde Lage in Europa reagiert und Sergio Bucher, der bisher für das globale Einzelhandelsgeschäft bei Puma zuständig war, zum neuen Geschäftsführer für Europa ernannt. Er hat die Aufgabe, die Geschäftsabläufe in den Ländergesellschaften zu verschlanken und einige Backoffice-Funktionen auf regionaler Ebene zentralisieren. Überdies hat Puma weltweit Maßnahmen eingeleitet, die die Marke stärken sollen. Und außerdem stehen in Kürze ja auch die Fussball-EM und die Olympischen Sommerspiele an, die sich in der Vergangenheit als Umsatzbringer entpuppten. Aus diesem Grund hält das Management auch daran fest, den Umsatz im Gesamtjahr im oberen einstelligen Bereich und den Konzerngewinn im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern zu können: „Ich bin zuversichtlich, dass wir vor dem Hintergrund dieses außergewöhnlichen Sportjahres mit unseren Produkt-Innovationen unsere Umsatz- und Ergebnisziele für das Jahr 2012 erreichen werden“, ist CEO Franz Koch überzeugt.

Foto: Puma