Dank Gucci, Yves Saint Laurent und seinen anderen Luxusmarken kann der französische Konzern den Umsatz in den ersten neun Monaten auf knapp 11 Mrd. Euro erhöhen. Die Sportsparte um Puma wächst weniger rasant, das Retailgeschäft ist sogar rückläufig.

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Von Krise keine Spur - im Gegenteil: Mode und Taschen von Gucci sind weltweit stark nachgefragt

Luxus boomt nach wie vor, das bekommt auch der französische Konzern PPR zu spüren. Im dritten Quartal (Stichtag: 30. September) stieg der Gesamtumsatz um 7% auf 3,86 Mrd. Euro. Allein die High-End Luxusmarken beflügelten das Wachstum mit Zuwächsen von knapp 25%, während die Sport- und Lifestylemarken Puma und Volcom um fast 10% zulegen konnten. François-Henri Pinault, CEO von PPR, bescheinigte dem Konzern eine „glänzende Performance“ in allen Märkten.

Herunter gebrochen auf die einzelnen Marken ergibt sich folgendes Bild: Gucci verzeichnete ein Wachstum von 21% auf 788 Mio. Euro, und konnte sowohl im Retail (+22%) als auch Wholesale (+16%) stark zulegen. Bottega Veneta verbuchte insbesondere im asiatischen Raum satte Zuwächse von rund 70% und konnte dank guter Geschäfte im Retail (+34%) und Wholesale (+64%) ein Plus von 39% auf 185 Mio. Euro verzeichnen. Ähnlich gut verlief es für das Modehaus Yves Saint Laurent, das dank starker Nachfrage nach Mode und Lederwaren (+40%) ein durchschnittliches Wachstum von 35% auf 98 Mio. Euro erzielte. Die anderen Luxusmarken der Luxury-Sparte (u.a. Balenciaga, Stella McCartney, Alexander McQueen, sergiorossi) brachten es mit einem Plus von 22% auf einen Umsatz von 211 Mio. Euro.
Puma, das Tochterunternehmen aus Herzogenaurach, trug mit einem Plus von 10% auf 842 Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei. Die kürzlich akquirierten Sportlabels Volcom und Sowind, die seit dem 1. Juli integriert und erstmalig vollständig konsolidiert wurden, steuerten 82 Mio. Euro (und ein Plus von 7%) bei. Weniger gut lief es für die Retail-Sparte um die Händler Fnac und Redcats, die zusammen zwar 1,66 Mrd. Euro und damit immerhin noch mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes erlösten, aber Einbrüche von fast 5% hinnehmen mussten.

Für die ersten neun Monate sieht das Bild ähnlich aus: Insgesamt stiegen die Umsätze um über 7% auf 10,96 Mrd. Euro. Davon steuerte die Luxury Group rund 3,5 Mrd. Euro (+24%) und die Sport & Lifestyle Sparte rund 2,4 Mrd. Euro (+10%) bei, während die Erlöse im Retail-Bereich um mehr als 2% auf rund 5,1 Mrd. Euro sanken. Weil sich der Luxusbereich von der Krise (bisher) unbeeindruckt zeigt, ist Konzernchef Pinault überzeugt, dass PPR im Gesamtjahr 2011 insgesamt eine bessere finanzielle Performance hinlegen wird als in 2010.