Was haben Schuhe und Spielzeug gemeinsam? Beide beginnen mit S und werden zukünftig vom Hamburger Versender unter einem Dach gebündelt. Synergien bei IT, Einkauf und Logistik sollen Kosten sparen. Produktportfolio und Ausrichtung beider Onlineshops sollen sich nicht ändern.

Mirapodo

Auf der Suche nach Synergien in Berlin: Mirapodo wird eine mytoys Tochter

Die Otto Group sucht nachdem bei den Universalversendern der Rotstift angesetzt wurde, auch bei den kleinen Ablegern nach effizienteren Strukturen und Kosteneinsparungen. Nach dem angekündigten Wechsel der Mirapodo-Gründerin Dr. Stephanie Caspar zur Welt-Gruppe folgte nun die Mitteilung, dass Mirapodo nicht länger eine Baur-Tochter ist sondern zum 1. März eine 100%ige Tochter der myToys.de GmbH sein wird, die direkt unter Otto hängt. Damit sollen die beiden Berliner eShops ihre Expertise bündeln und Synergien freisetzen. Durch die „gemeinsame Nutzung von IT-Systemen oder durch die Vereinheitlichung von Prozessen in Buchhaltung, Einkauf und Logistik“ soll kosteneffektiver gearbeitet werden.  Über Personalien oder Umstrukturierungen bei Aufgabenbereichen kann aktuell keine Aussage gemacht werden, heißt es aus interner Quelle. An der generellen Ausrichtung und dem Produktportfolio soll sich aber nichts ändern; „das Sortiment beider Shops wird die jeweilige Vielfalt behalten“.

Mirapodo legt im Gegenzug zum Umsatzbringer mytoys (240 Mio. Euro in 2011/12) keine Zahlen zur Geschäftsentwicklung offen, allerdings ist das Bestehen neben der Marketingmaschinerie Zalando bestimmt nicht einfach. Dennoch gibt es aufmunternde Worte von der scheidenden Geschäftsführerin Caspar: „mirapodo hat sich in den letzten drei Jahren sehr gut entwickelt, ist eine starke Marke und hat eine große Kundenbasis.“ Es bleibt zu hoffen, dass es kein Abschied auf Raten ist wie bei Yalook oder Refashion