Ein weiblicher Digital Native soll zukünftig alle globalen Onlineverkaufsaktivitäten des spanischen Moderiesen lenken. Mit der neuen Position wird auf die zunehmende Relevanz des Vertriebskanals eingezahlt.

Für die Onlineshops von Zara & Co. ist zukünftig María Fanjul zuständig

Für die Koordination der Onlineshops von Zara & Co. ist zukünftig María Fanjul zuständig

Dass Inditex an den Onlinehandel glaubt, ist angesichts der starken Onlineexpansion nicht zu verleugnen. Nun hat der spanische Modekonzern eine neue Schlüsselposition geschaffen, die das eCommerce-Geschäft koordinieren soll. María Fanjul soll als globale Onlinegeschäft markenübergreifend führen. Die 32-Jährige kennt sich bestens aus in der Internetbranche, war zuletzt als CEO beim Onlineticketanbieter Entrada.com tätig und soll künftig in ihrer zentralen Position direkt an Inditex-CEO Pablo Isla berichten. Bislang wurden die verschiedenen Onlineshops von Zara, Pull&Bear, Massimo Dutti & Co. von den Verantwortlichen der jeweiligen Marken geführt.

Noch spielt das Internetgeschäft eine untergeordnete Rolle für Inditex, die mit knapp 6.500 Stores in 88 Märkten aktiv sind, aber das Wachstumspotential liegt auf der Hand. Der Konzern rechnet damit, dass die Onlineumsätze in zwei, drei Jahren mehr als 1 Mrd. Euro betragen könnten und rollt seine Onlineaktivitäten entsprechend aus. Zara ist mittlerweile in mehr als 22 Märkten online erhältlich, gefolgt von Massimo Dutti (21), Pull&Bear (18), Bershka (14), Stradivarius und Zara Home (je 13).