Der deutsche und europäische Sportfachhandel haben allen Grund optimistisch zu sein. Die Umsätze stiegen in den vergangenen Jahren auch trotz der Krise, die ispo ist voll ausgebucht - da können auch drohende Preiserhöhungen die Stimmung nicht wirklich trüben.

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Sportartikel laufen gut: allein in Deutschland setzten die Händler 7,5 Mrd. Euro um

Der Sportfachhandel macht glänzende Geschäfte. „Wir haben auch 2010 wieder einen kräftigen Schluck aus der Umsatzpulle gemacht“, erklärte Werner Haizmann, der Präsident des Sportfachhandelsverbandes VDS. In 2010 erzielte der deutsche Sportfachhandel zum zweiten Mal hintereinander ein Umsatzplus von 3,5%. Dank des „phänomenalen Wintergeschäfts“ nahmen die Sporthändler in 2010 rund 7,5 Mrd. Euro ein. Auf europäischer Ebene entwickelte sich das Geschäft ähnlich: dort stiegen die Umsätze um 3% auf 38,75 Mrd. Euro.

Wachstumstreiber sind nach Ansicht von Haizmann neben dem traumhaften Winterwetter und Events wie den Olympischen Spielen und der Fußball-WM vor allem das gestiegene Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, der steigende Anspruch an eine hochwertige Ausrüstung sowie das immer attraktiver werdende Outdoorgeschäft, ein Bereich der allein in 2010 um 20% wuchs. Darüber hinaus wissen die Verbraucher die Angebote der Sportfachhändler mit entsprechenden Beratungs- und Servicedienstleistungen zu schätzen und achten dabei nicht nur auf den Preis.

Durch diese positiven Erfahrungen gestärkt, kommen die Händler sehr positiv gestimmt zur ispo 2011. Dennoch machen auch der Branche die steigenden Rohstoffpreise und Lieferengpässe aus Fernost zu schaffen. Haizmann erwartet daher bei den Sportmarken eine weitere Bereinigung und Konzentration und ist sich sicher, dass die Händler im nächsten Jahr um Preiserhöhungen nicht umhinkommen werden. „Über deren Höhe kann allerdings erst abschließend nach allen Orderrunden unserer Branche in zirka zwei Monaten eine gesicherte Auskunft gegeben werden. Bis dahin bleibt alles zu diesem Thema bloße Spekulation“, stellt er klar.

Ebenso wie die Händler sind auch die Hersteller von Sportartikeln positiv gestimmt. Der Markt sei nahezu „beflügelt“ gewesen, freute sich Frank Dassler, der Präsident des Verbands eruopäischer Sportartikelhersteller auf der Eröffnungskonferenz der ispo 2011.

Die Messe München profitiert von diesem Run auf Sportartikel und verzeichnet bei der ispo, der weltweit größten Fachmesse für Sportartikel und -mode, eine stärkere Nachfrage auf Seiten der Aussteller. Vom 6. bis 9. Februar werden rund 2.267 Ausstellern aus 49 Ländern vertreten sein, das sind rund 200 Austeller mehr als im letzten Jahr. Dabei wurden auch viele renommierte Marken neu hinzugewonnen. Die Ausstellungsfläche wurde um 13% auf über 101.100 Quadratmeter vergrößert und ist damit komplett ausgebucht.

Foto: ispo 2010